27. November 2019

Hildur Guðnadóttir

Unbestritten, "Joker" ist ein ganz grandioser Film.
Neben allem anderen hat mich auch die Filmmusik von Hildur Guðnadóttir begeistert.
Sie war mir unbekannt, daher wühlte ich im Netz und fand diesen netten Beitrag über sie in "Freunde von Freunden", der schon 2016 erschien.
Die haben immer einen so guten Riecher.  
https://www.freundevonfreunden.com/interviews/string-theory-hildur-gudnadottir-reimagines-instruments-and-lets-the-robots-play/

Und sie lebt in Berlin, klaro.



Lovely Set


Mein Lieblingsfilmset 2019 ist dieses Wohnzimmer für DM.
Es ist wie meist, kaum im Spot (https://www.youtube.com/watch?v=mgZN6dpGoNU) zu sehen und erinnert an den "Gammelhype" der späten 90er Jahre, aber ich liebe es.
Es macht so Spass, ganz anders als man selbst wohnt einzurichten, und dabei freie Hand zu haben. Danke dafür an Regisseur Job van As (http://jobvanas.com) und Ela Production (https://elaproduction.at)






Die Arbeit für alle Spots der Reihe war toll (https://www.youtube.com/watch?v=HsvX-n-S0S0, https://www.youtube.com/watch?v=98Z7XkjhQbU,https://www.youtube.com/watch?v=rPpi4D3pHnM), aber verstehen tu ich sie nicht.
"Die Veränderung beginnt in mir" mit DM ???




 

25. November 2019

Lost Project


Ich habe völlig übersehen, dass ich dieses schöne Einrichtungsprojekt von uns nicht gepostet habe.
Also jetzt: Küche mit Essplatz, Schlafzimmer und Kinderzimmer.









19. November 2019

Best of New York

Vor zwei Wochen war ich das erste Mal in New York.
Ich erzähle nicht, warum es so lange brauchte, sondern warum es nun passierte:
die große Tochter hat sich diese Reise schon mit 11 Jahren als Abiturgeschenk gewünscht -schwupp- ist sie erwachsen und hat das Zeugnis in der Tasche.




Und gleich vorneweg: das Beste an New York sind die New Yorker!
Egal ob zugezogen oder nicht, die Stimmung unter den Leuten ist so gelassen, wie ich es niemals in einer Metropole erwarten würde (allerdings dachte ich das auch letzes Mal in Paris und 2 Wochen später gingen dann die hysterischen Gelbwestendemos los...).
Einige waren schon fast zu lässig, man könnte negativ ausgedrückt sagen,
effizientes Zeitmanagement beim Kaffeemachen, Ticket ausstellen, Rechnung erledigen usw. ist nicht üblich. Beeilung ist offenbar nicht großsstädtisch, sondern kleinlich.
Aber die Entspanntheit der Bus-und Taxifahrer im Verkehr, die Höflichkeit der Passanten, die uns unaufgefordert weiterhalfen und anlächelten, das professionelle Ignorieren nerviger Rowdies in der Subway, aber auch der vielen Dreharbeiten in den Strassen, die rührende Nachbarschaftsstimmung an Halloween, der Humor, soweit ich ihn verstand - das alles hat mich begeistert.
Dann der Central Park, die Grand Central Station und die Kinos!

Central Park
Ich liebe, dass man täglich unter 4-6 Vorstellungszeiten wählen, also um 12 Uhr Mittag Joker sehen kann.
Gewohnt haben wir in Brooklyn beim Prospect Park, was eine nette Wohngegend ist (Berlin-Friedenau von NY) und nicht der Teil von "a city that doesn't sleep".
Wir haben natürlich auch die hippen Gegenden Park Slope, Willamsburg und Brooklyn Heights besucht, aber für mich war das alles, und auch das East Village, eine Mischung aus 90er Jahre Kreuzberg und Sesamstrasse.
Dafür muss man echt nicht soweit reisen.

wie Berlin

Aber für Manhattan.
Die Mischung aus historischen und neuen Wolkenkratzern, schrottigen Läden und Diamantenhändlern, deren Ware neonbeleuchtet wie trashiger Modeschmuck aussieht, ist wirklich einmalig.




 Wohnen würde ich am liebsten in Harlem west 114 th street, da ist mir die Höhe der Häuser am vertrautesten und "um die Ecke" ist der Central Park und ein whole foods market. Der ist wohl umstritten, weil er Amazon gehört, aber das Angebot ist einfach prima und hat uns zweimal kulinarisch gerettet. Ein anderes Mal war es der Tomkins Square Bagels Laden.
Wenn ich Millionärin wäre, hätte ich auch nichts gegen eine Unterkunft an der Upper West Side.
Und wenn ich Milliardärin wäre, würde ich der U-Bahn eine Sanierung mit Liften, Rolltreppen, funktionierenden Lautsprechern, digitalen Anzeigen und neuen Leitsystem spenden.
Der schäbigste aller nicht gerade properen U-Bahneingängen, war der beim Rockefeller Center, lustig. Stattdessen wird soviel für Calatrava's World Trade Center Bahnhof ausgegeben, ärgerlich.
Wegen der Töchter mussten wir auch die Cheesecake factory in Queens besuchen - da war alles lecker ausser dem Cheesecake. Sorry.
Was ich persönlich nicht mehr besuchen würde ist Chinatown, den Chelsea Food Market und die Staten Island Ferry, ansonsten war es toll, toll, toll.
Aber leben möchte ich da nicht, die große Tochter schon.
Sie hat auch die Fotos gemacht.



Coney Island im Regen


Whitney Museum
Segen für alle, auch für ausgestopfte...

19. September 2019

Banksy

Soweit Banksys Kommentar zum Brexit und zum britischen Parlament.

27. August 2019

böses Bier aus Spanien

Bier trinken - böse!
Weinverrat !



25. August 2019

Überleben am Land

In der Fotografieaustellung "Über Leben am Land" im Kunsthaus Wien,
habe ich die Arbeiten von Peter Braunholz entdeckt
und das wunderbare Bild "TOPOPHILIA III, Villasandino/Spanien", das auch das Ausstellungsplakat ist, gekauft.
Ich kann es mir direkt am Ende der Ausstellung abholen! Vielen Dank dafür an die Galerie Wesner.



Verschiedene Künstler aus Europa und USA thematisieren ländliche Lebenswelten bzw. die Vorstellung davon.
Das Leben auf dem Land wird gerne als Zufluchtsort idealisiert, der abseits von Hektik und Konsumzwang des urbanen Ballungsraums Ruhe, innere Einkehr und ein Leben im Einklang mit der Natur (mit verfügbarem Internet natürlich) bietet.
Aber meist sind es Gemeinden mit vorwiegend alten und bildungsfernen Bevölkerungsschichten, ohne Postamt, Supermarkt oder Bank mit nur geringen Aussichten auf Beschäftigung.
Die abgelegenen, strukturschwachen Regionen driften politisch nach rechts, wie aktuelle Wahlergebnisse in Europa und den USA zeigen und Idylle, oder was man dafür hält, ist nicht immer zu entdecken.
Der sinnige Titel der Ausstellung sagt eigentlich alles.
Es ist immer wieder erstaunlich, welch gute Kuratoren in diesem schrecklichen Gebäude arbeiten!

21. August 2019

Kunst am Land

Das war das beste Fundstück beim umrunden des Wallersees, weil der Seeradweg ist immer dann schön, wenn man weg vom See ist.
Pardon, aber der Wallersee hat jetzt nicht soo den Charme.
Ungefähr wie diese Galerie.



20. August 2019

Zufall Kunst

Beim spazieren im malerischen Traunkirchen bin ich auf die malerische Galerie Erlas gestossen.
Überrascht über die guten Bilder, die man durch die Fenster sah, bin ich, obwohl ich immer Hemmungen habe vor Galerien, in denen niemand ausser dem Galeristen ist, reingegangen.
Der Galerist ist ausserordentlich freundlich, soziologisch ausgedrückt niederschwellig, so sehr, dass sich auch drei Kaffeeklatschdamen vom Grill reintrauten und wir alle die Kunst bewunderten.
Der Maler, mit dem unmalerischen Namen Dénes Ghyczy (Deutsch-Ungarische Herkunft) ist eine Entdeckung für mich. Obwohl er in Berlin lebt, kannte ich ihn nicht. Muss ich erst an den Traunsee!




19. August 2019

Beim lesen

Eine der besten deutschen Stimmen, die ich kenne in ganzer Person bei uns auf dem Sofa!
David Rühm hat für seine Fotoserie "Jetzt & Danach" Michou Friesz bei uns im Wohnzimmer fotografiert.



Erzählt mal was Neues


Es beruhigt mich zu wissen, dass es große Läden ohne Fenster gibt, in denen sich keiner um einen kümmert. Man braucht schon Selbstvertrauen, um in kleine Läden mit Stammkundschaft zu gehen, kleine Buchhandlungen und Plattenläden, kleine Restaurants und Cafés. Am wohlsten fühle ich mich im Virgin Megastore, bei Borders, bei Starbucks und im Pizza Express, wo dich keiner beachtet und keiner weiß, wer du bist. Mum und Dad regen sich immer auf, wie stillos diese Läden wären, 
und ich dann immer: Erzählt mal was Neues. Genau darum geht’s ja.


(Jess aus „A Long Way Down“ von Nick Hornby)

Schöner Witz


Ein Engländer, der dringend eine gestreifte Hose für die Silvesterfeier braucht, begibt sich zu seinem Schneider, der seine Maße nimmt. 
»So, das wäre geschafft, kommen Sie in vier Tagen wieder, dann ist sie fertig.« 
Gut. Vier Tage später. 
Schneider: »Sorry, kommen Sie in acht Tagen wieder, der Hosenboden ist mißraten.« 
Gut, macht nichts, der Hosenboden ist nicht so einfach. 
- Acht Tage später 
»Bedaure sehr, kommen Sie in zehn Tagen wieder, die Schrittnaht ist mißlungen.« 
Gut, einverstanden, die Schrittnaht ist delikat. - Zehn Tage später. 
Schneider: »Tut mir leid, kommen Sie in vierzehn Tagen wieder, der Schlitz ist mißglückt.« 
Gut, wenn's dann sein muß, ein schöner Schlitz muß sitzen. Kurzum, die Osterglocken blühen schon, und er verpatzt die Knopflöcher. 
»Goddam, Sir, nein, das ist wirklich unverschämt, so was! In sechs Tagen, hören Sie, in sechs Tagen hat Gott die Welt erschaffen. Ja, mein Herr, jawohl, mein Herr, sage und schreibe die Welt! Und Sie, Sie schaffen es nicht, mir in drei Monaten eine Hose zu nähen!«
Schneider: »Aber Milord! Sehen Sie sich die Welt an und sehen Sie da meine Hose!« 

(Beckett "Endspiel")