Das ist ein schönes Zimmer!
Trotz der rosa Bank, die nicht ganz meinen Geschmack trifft, das macht gar nichts. Ist wieder ein Beispiel, dass reich und schön doch geht.
Waschtische, die wie Sideboards aussehen, finde ich sowieso gut und habe das auch schon für jemanden gemacht (s.hier).
Muss aber gar nicht ein echtes, altes Sideboard sein, nur so aussehen.
Die Fliesen sind auch fein, haben Bestand, werden nicht nervig. Und Holz-Beton-Glas gemischt, ist auch nie verkehrt.
Bloss dem gegossenen Zementboden /Fließestrich, sage ich ein baldiges Ablaufdatum voraus.
Der Trend wird nicht mehr lange anhalten. Ich habe im Arbeitszimmer auch einen, und kann das für private Räume nicht empfehlen, obwohl er auf Fotos immer toll aussieht.
Aber: das Material altert nicht schön, verkratzt nur, ist kalt, helle Farben vergilben und jeder wird wissen, wann ich das hab machen lassen ("Ah, das ist aus den frühen 2000er Jahren, nicht wahr ?!"). Zeitlos ist das nicht.
Amüsante Häppchen aus Design, Film, Kunst und Kulturgeschichte, die auf persönlicher und professioneller fundierter Basis entstehen. Ein origineller Blick und Assoziationen auf die Dinge, die uns umgeben sind Hauptmerkmal. Oberstes Ziel ist, nicht zu langweilen.
25. September 2015
10. September 2015
Möbel im Test: Rainerstuhl P7
Diesmal im Test der P7 von Roland Rainer, das ist der kleine Bruder des bekannten Stadthallenstuhls (der mit den Löchern). Ebenfalls von 1952/56 und in der Wiener Stadthalle verwendet, aber nicht für Besucher, sondern im Backstage Bereich. Jetzt wird er wieder neu aufgelegt, da Hersteller es lieben, unbekannte Entwürfe bekannter Designer rauszubringen. Junge, neue Talente zu fördern ist risikoreich und anstrengend, aber ein Rainer ist eine sichere Sache. Der Song Contest in Wien kam da gerade richtig, die Statdhalle brauchte viele, neue Stühle, auch im Backstage Bereich, wo der P7 wieder eingesetzt wurde. Historisch korrekt.
Auf Abbildungen gefiel er mir so gut, dass ich ernsthaft überlegte, die bisherigen Stühle im Eßzimmer mit dem P7 in verschiedenen Farben zu ersetzen. Aber aus Erfahrung klug, wußte ich, erstmal probieren!
Ich habe eine weiße Variante, weil die gut zu meinem Eßtisch passt, getestet.
Also, er ist genau so, wie Rainer sich das gedacht hat: praktisch, unaufdringlich, leicht.
Für abendessenlanges Verweilen oder stärkere Personen, die im Backstage Bereich offenbar nichts verloren haben, aber nicht zu empfehlen.
Er ist eben der kleine, schmächtige Bruder des unverwüstlichen Rainerklassikers.
Man ist damit aber auf jeden Fall origineller, denn den Löcherstuhl, der mir immer zu plump war, hat man ja schon etwas satt.
Auf Abbildungen gefiel er mir so gut, dass ich ernsthaft überlegte, die bisherigen Stühle im Eßzimmer mit dem P7 in verschiedenen Farben zu ersetzen. Aber aus Erfahrung klug, wußte ich, erstmal probieren!
Ich habe eine weiße Variante, weil die gut zu meinem Eßtisch passt, getestet.
Also, er ist genau so, wie Rainer sich das gedacht hat: praktisch, unaufdringlich, leicht.
Für abendessenlanges Verweilen oder stärkere Personen, die im Backstage Bereich offenbar nichts verloren haben, aber nicht zu empfehlen.
Er ist eben der kleine, schmächtige Bruder des unverwüstlichen Rainerklassikers.
Man ist damit aber auf jeden Fall origineller, denn den Löcherstuhl, der mir immer zu plump war, hat man ja schon etwas satt.
| Passt sehr gut in den Altbau. |
| Hübsche Kurven, kostet um die 300 €. |
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| So gefällt er mir eigentlich am besten, passt aber nicht zu meinem Rest. |
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| Der Klassiker |
7. September 2015
Kroatischer Kaviar
Es gibt soviele Dinge, von denen ich nichts wusste oder die ich neu erfahren kann. Kroatisches Brauchtum zum Beispiel. Dank der netten Vermieterin auf Mljet, die auch eine Galerie und ein großes Herz für cultural values hat, und der ich eine kroatische Perlenkette genannt "Guja", was Natter heißt, abgekauft habe, weiß ich, dass Schwiegermütter in Kroatien einen besonders schlechten Ruf haben.
Bei der schwarzglänzenden Kette handelt es sich nämlich um ein traditionelles Aussteuergeschenk der Bräutigammutter an die Braut. Es ist aber gar nicht nett, einem neuen weiblichen Familienmitglied symbolisch eine Schlange zu überreichen, oder?
Willkommen sieht anders aus.
Die kroatischen Freunde in Wien kennen diesen Brauch nicht, glauben aber daran, da den Schwiegermüttern sowas zuzutrauen sei...
Ich habe meine "Guja" umbenannt in Kaviarkette, weil sie wirklich so aussieht, und ich eine ganz reizende Schwiemu habe.
Bei der schwarzglänzenden Kette handelt es sich nämlich um ein traditionelles Aussteuergeschenk der Bräutigammutter an die Braut. Es ist aber gar nicht nett, einem neuen weiblichen Familienmitglied symbolisch eine Schlange zu überreichen, oder?
Willkommen sieht anders aus.
Die kroatischen Freunde in Wien kennen diesen Brauch nicht, glauben aber daran, da den Schwiegermüttern sowas zuzutrauen sei...
Ich habe meine "Guja" umbenannt in Kaviarkette, weil sie wirklich so aussieht, und ich eine ganz reizende Schwiemu habe.
6. August 2015
Apple Temple
Wenn man mit müden Teenagern in der Nähe des Berliner Zoologischen Gartens unterwegs ist, aber keiner Lust hat in den Zoo zu gehen oder um einen Platz in der Monkey Bar im Bikinihaus zu kämpfen, dann sollte man den nahegelegenen Apple Flagshipstore aufsuchen.
Das ist kein Showroom mehr, das ist ein Tempel. Die Wirkung ist enorm. Schlappe Teenager sind augenblicklich erfrischt und so konzentriert beschäftigt, dass man sie da "abgeben" und all die Dinge erledigen und ansehen könnte, für die man immer nur mauliges, knurrendes Desinteresse erntet. Ich blieb aber, konnte mich dem feierlichen, würdevollen Berühren der schönen Geräte nicht entziehen. Der Raum ist klimatisiert, ruhig, diskret überwacht und sehr überzeugend. Vielleicht konvertiere ich doch noch.
Auch von aussen ganz klar ein Tempel.
Das ist kein Showroom mehr, das ist ein Tempel. Die Wirkung ist enorm. Schlappe Teenager sind augenblicklich erfrischt und so konzentriert beschäftigt, dass man sie da "abgeben" und all die Dinge erledigen und ansehen könnte, für die man immer nur mauliges, knurrendes Desinteresse erntet. Ich blieb aber, konnte mich dem feierlichen, würdevollen Berühren der schönen Geräte nicht entziehen. Der Raum ist klimatisiert, ruhig, diskret überwacht und sehr überzeugend. Vielleicht konvertiere ich doch noch.
Auch von aussen ganz klar ein Tempel.
| Kurfürstendamm 26 |
4. August 2015
Kunst: Malerei
Ich habe schon öfter den Maler Peter Scior im Blog erwähnt, weil seine Bilder so gut sind. Aber jetzt habe ich einen neuen Grund, ich habe nämlich endlich ein Bild von ihm gekauft! Das war gar nicht leicht, ich konnte mich lange nicht entscheiden.
Ich habe weder soviel freie Wände noch soviel freies Geld, wie ich gerne hätte, um all die Bilder zu kaufen, die mir allein von Scior gefallen.
Es ist nun dieses geworden:
Das war meine zweite Wahl:
Wer auch Interesse hat, möge sich an die Galerie Edition Stella A. in Berlin wenden.
Es gibt noch einige von diesen atmosphärischen, erzählenden, träumerisch auf-und abtauchenden Schätzen zu noch moderaten Preisen!
Ich habe weder soviel freie Wände noch soviel freies Geld, wie ich gerne hätte, um all die Bilder zu kaufen, die mir allein von Scior gefallen.
Es ist nun dieses geworden:
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| Öl auf Leinwand 50 x 50 cm |
Das war meine zweite Wahl:
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| Öl auf Leinwand, 70 x 100 cm |
Wer auch Interesse hat, möge sich an die Galerie Edition Stella A. in Berlin wenden.
Es gibt noch einige von diesen atmosphärischen, erzählenden, träumerisch auf-und abtauchenden Schätzen zu noch moderaten Preisen!
16. Juli 2015
Wunschliste Sommerferien
Für die Sommerferien wünsche ich mir viel Eis,
am liebsten die vertrauten Sorten aus der Kindheit, wie Brauner Bär, Dolomiti und Split.
Und ich wünsche mir viel Strand und für den Strand einen richtig bequemen und schönen Klappstuhl, den ich dann auch mal länger als eine Saison aufhebe.
Das Modell Caracas vom französischen Hersteller Colonel könnte passen.
Und wenn ich am Strand bin und nicht im Caracas Klappstuhl sitze, dann wünsche ich mir so ein rundes "Big Towel" von Christophe Caranchini, das perfekt den Platz unter Sonnenschirmen nützt. Hut, Sandalen und Streifenkleid, wünsche ich mir auch.
Dafür wäre eine neue, coole Strandtasche fein.
Wie diese mit dem äußerst passenden Motiv von Massimo Vitali, der seit 20 Jahren Strände auf der ganzen Welt fotografiert.
Im Garten oder auf der Terrasse des Hotels meiner Träume, wie z.B. das "Parco dei Principi" in Sorrent, wünsche ich mir den von Jaime Hayon designten Stuhl "Pina".
Im Pool sollen schicke Schwimmtiere dümpeln, die nicht nur den Kleinen gefallen, wie der schwarze Schwan von Funboy aus L.A.
Ein neuer Francois Ozon Film, ein neues Black Keys Album, ein neuer Roman, der mich fesselt wie "Stiller" oder "Stoner", ein gutes Lokal in Kroatien und, hey, schon sind alle Wünsche erfüllt.
am liebsten die vertrauten Sorten aus der Kindheit, wie Brauner Bär, Dolomiti und Split.
Und ich wünsche mir viel Strand und für den Strand einen richtig bequemen und schönen Klappstuhl, den ich dann auch mal länger als eine Saison aufhebe.
Das Modell Caracas vom französischen Hersteller Colonel könnte passen.
Und wenn ich am Strand bin und nicht im Caracas Klappstuhl sitze, dann wünsche ich mir so ein rundes "Big Towel" von Christophe Caranchini, das perfekt den Platz unter Sonnenschirmen nützt. Hut, Sandalen und Streifenkleid, wünsche ich mir auch.
Dafür wäre eine neue, coole Strandtasche fein.
Wie diese mit dem äußerst passenden Motiv von Massimo Vitali, der seit 20 Jahren Strände auf der ganzen Welt fotografiert.
Im Garten oder auf der Terrasse des Hotels meiner Träume, wie z.B. das "Parco dei Principi" in Sorrent, wünsche ich mir den von Jaime Hayon designten Stuhl "Pina".
Im Pool sollen schicke Schwimmtiere dümpeln, die nicht nur den Kleinen gefallen, wie der schwarze Schwan von Funboy aus L.A.
Ein neuer Francois Ozon Film, ein neues Black Keys Album, ein neuer Roman, der mich fesselt wie "Stiller" oder "Stoner", ein gutes Lokal in Kroatien und, hey, schon sind alle Wünsche erfüllt.
13. Juli 2015
Kreatives Hochzeitsgeschenk: "Tisch und Bett"
Ein Freund heiratet, ein kreativer Freund. Das verlangt ein kreatives Geschenk. Eine selbstausgedachte, liebevolle, originelle, anspielungsreiche, aber unverfängliche und realisierbare Idee muss her. Uff.
Ich habs! Es ist ganz einfach. Drei Quellen führen zu einem, nennen wir es "Konzepttuch":
Die Redewendung und auch juristische Tatsache, dass Tisch und Bett nach einer Hochzeit geteilt werden, die studentische Tradition Bettlaken als Tischtuch zu verwenden, und meine Verehrung für die Arbeiten von Tracey Emin, ergeben ein geradezu klassisches Aussteuergeschenk, nämlich Tischwäsche. Hier in Form eines Bettlakens mit dem Schriftzug "Tisch & Bett"!
Die Schwierigkeit besteht darin, die Schrift krakelig zu bekommen, denn die üblichen Stickfirmen machen alles so exakt, dass es wie ein aalglattes Firmen Werbegeschenk aussieht. Und ich habe ja T. Emin und ihre genähten Arbeiten im Kopf (natürlich mit anderen Inhalten, denn die sind für eine Hochzeit doch unpassend provokativ).
Zum Glück habe ich Künstlerfreunde, und so hat Vesna Tusek das Nähen und ein Probe-Essen übernommen:
Das ist die inspirierende Vorlage, Tracey Emin's Kissen "Sleep" von 1995:
Dazu gab es eine DVD mit Truffauts wunderbarem Film "Tisch & Bett " von 1970, mein Jahrgang, also das ist doch Bingo! Vielleicht ein Prototyp...
Leider heiratet sonst kaum jemand in meiner Bekanntschaft.
Ich habs! Es ist ganz einfach. Drei Quellen führen zu einem, nennen wir es "Konzepttuch":
Die Redewendung und auch juristische Tatsache, dass Tisch und Bett nach einer Hochzeit geteilt werden, die studentische Tradition Bettlaken als Tischtuch zu verwenden, und meine Verehrung für die Arbeiten von Tracey Emin, ergeben ein geradezu klassisches Aussteuergeschenk, nämlich Tischwäsche. Hier in Form eines Bettlakens mit dem Schriftzug "Tisch & Bett"!
Die Schwierigkeit besteht darin, die Schrift krakelig zu bekommen, denn die üblichen Stickfirmen machen alles so exakt, dass es wie ein aalglattes Firmen Werbegeschenk aussieht. Und ich habe ja T. Emin und ihre genähten Arbeiten im Kopf (natürlich mit anderen Inhalten, denn die sind für eine Hochzeit doch unpassend provokativ).
Zum Glück habe ich Künstlerfreunde, und so hat Vesna Tusek das Nähen und ein Probe-Essen übernommen:
Das ist die inspirierende Vorlage, Tracey Emin's Kissen "Sleep" von 1995:
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Dazu gab es eine DVD mit Truffauts wunderbarem Film "Tisch & Bett " von 1970, mein Jahrgang, also das ist doch Bingo! Vielleicht ein Prototyp...
Leider heiratet sonst kaum jemand in meiner Bekanntschaft.
8. Juli 2015
Vorurteil Stilmix
Die Innenraumgestaltung ist vielen Klischees unterworfen.
Weit verbreitet ist z.B. die Vorstellung, mit einem Stilmix könne eine zu "designte", unpersönliche Einrichtung vermieden und ein behagliches, individuelles und geschmackvolles Zuhause geschaffen werden.
"Mixen Sie ertrödelte Funde mit Familienerbstücken, Klassikern und zeitgenössischen Entwürfen, Brüche sind anregend und erzeugen Spannung", heißt es. Das ist beruhigend, weil es scheinbar alles erlaubt und jedem gelingt. Das stimmt aber nicht.
Statt sinnigen Ergänzungen entstehen schnell wurschtige Kuddelmuddel, und oft ist der Stilmix eine Ausrede, um sich nicht in den schwierigen Fragen nach historischen Zusammenhängen, Proportionen, persönlicher Stilprägung versus Zeitgeist usw., zu verheddern. Das ist ein weites Feld, das man gerne anderen überläßt. Auch Architekten. Die nehmen am liebsten bewährte Klassiker und lassen ansonsten den Bauherren freie Hand, um nicht ihrerseits dem Architektenklischee des despotischen Besserwissers zu entsprechen. Ich dagegegen sage den Leuten schon, was zusammen geht und was nicht, denn es geht eben nicht alles.
Aktuell kursiert dafür ein gutes Beispiel durch die Design-Newsletter, eine neu gebaute Familienvilla in der Nähe von Potsdam, die ich außen und innen hässlich finde. Das Außen lasse ich hier weg, das ist nicht mein Metier.
Innen ist es nicht schlimm, aber auch nicht gelungen. Eher typisch, würde ich sagen.
In den Veröffentlichungen zu dem Haus geht's gleich nervig mit der beliebten Behauptung los, es sei wichtig, Akzente aus Holz (hier Seekiefer) zu setzen, um Beton und Glas ihre kühle Härte zu nehmen.
Wenn das Baumaterial immer gebrochen und in seiner Wirkung ausgeglichen werden soll, warum wird es dann genommen?
Das Wohnzimmer ist in einem Stilmix aus Bauhaus (bewährt), Asiatika (weltmännisch), Gründerzeit (geerbt), Ikea (praktisch) und Fotos/Bildern (persönlich) eingerichtet.
Könnte gehen. Sieht aber so aus:
So fad. Und was ist das für ein Tisch? Sieht wie ein Gartenklapptisch aus.
Immerhin, auch für das offizielle Foto wurde nicht auf die persönliche Note verzichtet, dank Häkelerdbeere und lustiger Kuscheldecke.
Das Schlafzimmer setzt dagegen auf den Kontrast von Metallbett (das soll vielleicht der Holzwand die Wärme nehmen?) und Folkore. Es wäre praktischer, die Seekiefernwand wäre gegenüber dem Bett, dann könnte man Bilder auch ganz einfach aufhängen statt nur hinzustellen, und das kühle Betongrau wie gewünscht lockern.
Die Küche besticht durch absichtliche Vermeidung praktischer Überlegungen.
Ich mag studentischen Charme und freistehende Einzelgeräte, aber das ist kein Stil mehr, sondern was wohl am Ende des Bauvorhabens noch möglich und übrig war. Das muss man ja nicht veröffentlichen...
Das Entfernen all der seitlich abgerutschten Lebensmittel stelle ich mir lieber nicht vor. Und wie öffnet man die rechte Kastentür hinten?
Jedenfalls, die Vorstellung, eine abgebeizte Gründerzeit-Anrichte ergänze sich mit neuer Kiefernwand, Ikeamodul, üblicher Weißware, schwarzer Tafelfarbe und asiatischem Kästchen zu einem harmonischen "spannungsgeladenen" Ensemble, zeigt hier deutlich das positive Vorurteil gegenüber Stilbrüchen.
Weit verbreitet ist z.B. die Vorstellung, mit einem Stilmix könne eine zu "designte", unpersönliche Einrichtung vermieden und ein behagliches, individuelles und geschmackvolles Zuhause geschaffen werden.
"Mixen Sie ertrödelte Funde mit Familienerbstücken, Klassikern und zeitgenössischen Entwürfen, Brüche sind anregend und erzeugen Spannung", heißt es. Das ist beruhigend, weil es scheinbar alles erlaubt und jedem gelingt. Das stimmt aber nicht.
Statt sinnigen Ergänzungen entstehen schnell wurschtige Kuddelmuddel, und oft ist der Stilmix eine Ausrede, um sich nicht in den schwierigen Fragen nach historischen Zusammenhängen, Proportionen, persönlicher Stilprägung versus Zeitgeist usw., zu verheddern. Das ist ein weites Feld, das man gerne anderen überläßt. Auch Architekten. Die nehmen am liebsten bewährte Klassiker und lassen ansonsten den Bauherren freie Hand, um nicht ihrerseits dem Architektenklischee des despotischen Besserwissers zu entsprechen. Ich dagegegen sage den Leuten schon, was zusammen geht und was nicht, denn es geht eben nicht alles.
Aktuell kursiert dafür ein gutes Beispiel durch die Design-Newsletter, eine neu gebaute Familienvilla in der Nähe von Potsdam, die ich außen und innen hässlich finde. Das Außen lasse ich hier weg, das ist nicht mein Metier.
Innen ist es nicht schlimm, aber auch nicht gelungen. Eher typisch, würde ich sagen.
| Haus außen mit Knick, jedenfalls tolle Lage ! |
In den Veröffentlichungen zu dem Haus geht's gleich nervig mit der beliebten Behauptung los, es sei wichtig, Akzente aus Holz (hier Seekiefer) zu setzen, um Beton und Glas ihre kühle Härte zu nehmen.
Wenn das Baumaterial immer gebrochen und in seiner Wirkung ausgeglichen werden soll, warum wird es dann genommen?
Das Wohnzimmer ist in einem Stilmix aus Bauhaus (bewährt), Asiatika (weltmännisch), Gründerzeit (geerbt), Ikea (praktisch) und Fotos/Bildern (persönlich) eingerichtet.
Könnte gehen. Sieht aber so aus:
So fad. Und was ist das für ein Tisch? Sieht wie ein Gartenklapptisch aus.
Immerhin, auch für das offizielle Foto wurde nicht auf die persönliche Note verzichtet, dank Häkelerdbeere und lustiger Kuscheldecke.
Das Schlafzimmer setzt dagegen auf den Kontrast von Metallbett (das soll vielleicht der Holzwand die Wärme nehmen?) und Folkore. Es wäre praktischer, die Seekiefernwand wäre gegenüber dem Bett, dann könnte man Bilder auch ganz einfach aufhängen statt nur hinzustellen, und das kühle Betongrau wie gewünscht lockern.
Die Küche besticht durch absichtliche Vermeidung praktischer Überlegungen.
Ich mag studentischen Charme und freistehende Einzelgeräte, aber das ist kein Stil mehr, sondern was wohl am Ende des Bauvorhabens noch möglich und übrig war. Das muss man ja nicht veröffentlichen...
Das Entfernen all der seitlich abgerutschten Lebensmittel stelle ich mir lieber nicht vor. Und wie öffnet man die rechte Kastentür hinten?
Jedenfalls, die Vorstellung, eine abgebeizte Gründerzeit-Anrichte ergänze sich mit neuer Kiefernwand, Ikeamodul, üblicher Weißware, schwarzer Tafelfarbe und asiatischem Kästchen zu einem harmonischen "spannungsgeladenen" Ensemble, zeigt hier deutlich das positive Vorurteil gegenüber Stilbrüchen.
6. Juli 2015
Möbel im Test: Split von TON
Im Test diesmal der brandneue Stuhl "Split" von TON, designt von Arik Levy.
Ich habe das Messeausstellungsstück geliehen bekommen, eine braun gebeizte, gepolstere Version. Lieber hätte ich einen aus der Gradient Farbreihe gehabt, denn die verlaufenden, handaufgetragenen Farben (grün, türkis, grau) sind ein Clou des Entwurfes.
Ein anderer ist die manuelle Spaltung des Vollholzes als Funktions-und Designelement. Das hat mich interessiert, weil ich diese Idee ja schon vom japanischen Stuhl "Splinter" kannte. Der ungemein sympathische Vertreter von TON kannte dieses Modell allerdings nicht und war ehrlich erstaunt und uneitel genug zuzugeben, dass die japanische Variante technisch ebenso ausgeklügelt, aber unendlich eleganter ist.
Das war ein kleiner Test, den dieser Mann mit Bravour bestanden hat. Denn "Split" ist zwar wesentlich bequemer als "Splinter", aber auch klobiger und plumper. Die Balance von abgerundeten, gebogenen, angeschrägten und gespalteten Elementen ist nicht geglückt.
Es ist ein behäbiger, robuster, gediegener Stuhl, der sich auf Abbildungen hübscher macht als er ist. Eher was für Restaurants und öffentliche Räume.
Der neue Katalog von TON, nicht nur zur Split Kollektion, sondern für das Gesamtsortiment ist allerdings so wunderschön, dass ich sehr froh bin, den Split getestet zu haben. Sonst hätte ich diese guten Möbelfotos, die in den originalen, alten Räumen der tschechischen Manufaktur aufgenommen wurden, nicht erhalten. Manchmal sind die Giveaways das Beste!
Ich habe das Messeausstellungsstück geliehen bekommen, eine braun gebeizte, gepolstere Version. Lieber hätte ich einen aus der Gradient Farbreihe gehabt, denn die verlaufenden, handaufgetragenen Farben (grün, türkis, grau) sind ein Clou des Entwurfes.
Ein anderer ist die manuelle Spaltung des Vollholzes als Funktions-und Designelement. Das hat mich interessiert, weil ich diese Idee ja schon vom japanischen Stuhl "Splinter" kannte. Der ungemein sympathische Vertreter von TON kannte dieses Modell allerdings nicht und war ehrlich erstaunt und uneitel genug zuzugeben, dass die japanische Variante technisch ebenso ausgeklügelt, aber unendlich eleganter ist.
Das war ein kleiner Test, den dieser Mann mit Bravour bestanden hat. Denn "Split" ist zwar wesentlich bequemer als "Splinter", aber auch klobiger und plumper. Die Balance von abgerundeten, gebogenen, angeschrägten und gespalteten Elementen ist nicht geglückt.
Es ist ein behäbiger, robuster, gediegener Stuhl, der sich auf Abbildungen hübscher macht als er ist. Eher was für Restaurants und öffentliche Räume.
| Detail: massive Esche gepalten als Stütze für Lehne und Sitz. |
| Varianten mit Farbverlauf |
Der neue Katalog von TON, nicht nur zur Split Kollektion, sondern für das Gesamtsortiment ist allerdings so wunderschön, dass ich sehr froh bin, den Split getestet zu haben. Sonst hätte ich diese guten Möbelfotos, die in den originalen, alten Räumen der tschechischen Manufaktur aufgenommen wurden, nicht erhalten. Manchmal sind die Giveaways das Beste!
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| Katalogbild |
27. Juni 2015
Lovely Things: Kintsugitassen von Yoko Ono
Wenn Prominente beauftragt werden ein Produkt zu gestalten, ist das meistens bemüht und langweilend. Man wundert sich ja schon sehr, wer alles für wen welchen Mist macht.
Sind die Beauftragten Künstler, werden die Sachen meist besser, aber die Absicht der Unternehmen mit dem klangvollen Namen die Verkaufszahlen niveauvoll zu steigern, hinterläßt immer einen unangenehmen Eindruck.
So war ich nur mäßig interessiert, als ich las, dass Yoko Ono die neuen Künstlertassen für den Kaffeeröster ILLY designt. Erstens macht ILLY immer urhässliche Sondereditionen, vor allem für ihre Aludosen und zweitens, warum bitte macht Yoko Ono jetzt Auftragskitsch?
Aber, ihre Tassen sind gar nicht mal schlecht. Obwohl die Idee, eine Tasse mit Bruchstellen und Text zu versehen, erstmal nicht sehr einfallsreich erscheint.
Und die japanische Methode des "Kintsugi", also Porzellan mit Goldlack zu flicken, und den Schaden als dekoratives Element und nicht als Makel zu sehen, ist zur Zeit sowieso angesagt. Aber Frau Ono kennt das natürlich schon immer, und sie hat diese kunsthandwerkliche Technik mit einem sinnvollen, einfachen Konzept ergänzt.
Sie überlegte, wie die Sprünge entstanden sein könnten und wählte sechs für die Menscheit (und für sie selbst) dramatische Ereignisse aus. Diese stehen fein handgeschrieben auf der Untertasse zusammen mit dem Datum der Reparatur. MENDED CUPS, daher der Name der Edition. Die Zeit heilt alle Brüche...
Das ist schon auch kitschig, aber intelligenter als viele Designer, die die kunstvollen, vergoldeten Bruchlinien rein dekorativ verwenden.
Die Mended cups illustrieren den Bruch als wichtigen, heilbaren Bestandteil der Geschichte. Konsequenterweise hätten die Sprünge echt und nicht gemalt sein müssen. Aber das geht für eine kommerzielle Produktion nicht. Dann wär's Kunst.
Der armenisch/französische Künstler Sarkis hat schon 2013 Teller mit Kintsugi Dekor für die L'art de la table Collection von Bernardoud entworfen. Hübsch. Aber nur.
Die Kintsugi Technik ist so beliebt, dass DIY Kits und Anleitungen auf You tube angeboten werden.
Es ist aber wohl schwerer als man glaubt. Richtig schön sind diese Stücke:
Also ich probier's erst gar nicht, bei mir kommen da sicher nur wülstige, verklebte Batzen raus. Meine Einstellung zum Thema basteln habe ich ja schon hier dargelegt.
Lustig wäre es ja, das Kintsugi auf größere Sachen zu übertragen, also kaputte Fahrzeuge, Fassaden oder Gehsteige in der Art zu flicken.
Sind die Beauftragten Künstler, werden die Sachen meist besser, aber die Absicht der Unternehmen mit dem klangvollen Namen die Verkaufszahlen niveauvoll zu steigern, hinterläßt immer einen unangenehmen Eindruck.
So war ich nur mäßig interessiert, als ich las, dass Yoko Ono die neuen Künstlertassen für den Kaffeeröster ILLY designt. Erstens macht ILLY immer urhässliche Sondereditionen, vor allem für ihre Aludosen und zweitens, warum bitte macht Yoko Ono jetzt Auftragskitsch?
Aber, ihre Tassen sind gar nicht mal schlecht. Obwohl die Idee, eine Tasse mit Bruchstellen und Text zu versehen, erstmal nicht sehr einfallsreich erscheint.
Und die japanische Methode des "Kintsugi", also Porzellan mit Goldlack zu flicken, und den Schaden als dekoratives Element und nicht als Makel zu sehen, ist zur Zeit sowieso angesagt. Aber Frau Ono kennt das natürlich schon immer, und sie hat diese kunsthandwerkliche Technik mit einem sinnvollen, einfachen Konzept ergänzt.
Sie überlegte, wie die Sprünge entstanden sein könnten und wählte sechs für die Menscheit (und für sie selbst) dramatische Ereignisse aus. Diese stehen fein handgeschrieben auf der Untertasse zusammen mit dem Datum der Reparatur. MENDED CUPS, daher der Name der Edition. Die Zeit heilt alle Brüche...
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| 6 Katastrophen: Dresden, Hiroshima, My Lai, Guernica, Lennon Attentat, Nanking und eine Hoffnung für die 7. Tasse: This cup will never be broken as it will be under your protection |
Das ist schon auch kitschig, aber intelligenter als viele Designer, die die kunstvollen, vergoldeten Bruchlinien rein dekorativ verwenden.
Die Mended cups illustrieren den Bruch als wichtigen, heilbaren Bestandteil der Geschichte. Konsequenterweise hätten die Sprünge echt und nicht gemalt sein müssen. Aber das geht für eine kommerzielle Produktion nicht. Dann wär's Kunst.
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| Man kann die Tassen ab Herbst kaufen, auch einzeln. Ich wüßte einige, die diese gerne haben möchten. |
Der armenisch/französische Künstler Sarkis hat schon 2013 Teller mit Kintsugi Dekor für die L'art de la table Collection von Bernardoud entworfen. Hübsch. Aber nur.
Die Kintsugi Technik ist so beliebt, dass DIY Kits und Anleitungen auf You tube angeboten werden.
Es ist aber wohl schwerer als man glaubt. Richtig schön sind diese Stücke:
Also ich probier's erst gar nicht, bei mir kommen da sicher nur wülstige, verklebte Batzen raus. Meine Einstellung zum Thema basteln habe ich ja schon hier dargelegt.
Lustig wäre es ja, das Kintsugi auf größere Sachen zu übertragen, also kaputte Fahrzeuge, Fassaden oder Gehsteige in der Art zu flicken.
24. Juni 2015
10 Dinge, die man in meinem Metier haben muss
Dabei geht es nicht um Originalität, die ist bei so oft gesehenen Objekten dahin, auch nicht um Vollständigkeit, sondern um die "Kleinware", die auf keinem Foto der einschlägigen Medien fehlt (vielleicht haben die alle nur einen begrenzten Fundus?).
Die TOP 10 der Interior-Dekor-Accessoire-Must-haves:
1. Hölzernes Äffchen von Kay Bojesen, Dänemark 1951. Eigentlich für Kinder gedacht, ist er inzwischen ein hängender Stammgast am gut sortierten Bücherregal. Viele Größen.
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| aus Teak und Limba |
2. Eames Rabe "House Bird", der eigentlich gar kein Eames Entwurf ist.
Er wurde ursprünglich von lokalen Handwerkern hergestellt, hat den Eames aber so gut gefallen, dass sie ihn oft fotografiert und so bekannt gemacht haben.
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| Von Vitra produziert |
3. Garderobe "Hang it all", echt Eames. Inzwischen in vielen Sonderfarben und Holzausführungen erhältlich.
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| auch von Vitra |
4. Design Letter Becher von Arne Jacobsen
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| Ohne die geht zur Zeit nichts. Einzelne Buchstaben aus Neon oder dem Druckerei Setzkasten bleiben auch gefragt. |
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| Bettwäsche für HAY |
6. String Regal von Nils Strinning, 1949. Oh Gott, es gibt soviele Varianten und ständig kommen neue dazu. Auch das neue UN Hauptquartier in New York wird mit String Regalen ausgestattet. Die wissen, was sich gehört.
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| Eine der drei neuen Farben, Esche weiß lasiert. |
7. Vasen von Alvar Aalto und Geschirr von Marimekko und iittala.
Der stilbewußte Tisch ist nordisch gedeckt.
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| iittala stellt auch die Aalto Vasen her |
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| Streifen Klassiker von iittala |
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| Die Serie heißt, echt finnisch, Oiva Siirtolapuutarha, von Marimekko |
8. Vintage Schere. Nostalgische Scheren tauchen neuerdings als Dekogegenstände auf.
Ich weiß nicht warum, dazu passt aber gut Nr.9
9. Modellhand aus Holz. Ganz früher, in den 80er Jahren, war mal der Modellmensch in. Jetzt nur die Hand, aber möglichst alt.
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| Die ist zu neu für ein Designgustostück. |
10. AJ Tischleuchte von Arne Jacobson, 1960. Diesen Klassiker bekommt man auch in neuen Farben.
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| Hersteller Louis Poulsen |
Und hier ein Beispielbild, in dem viele der Designikonen versammelt sind, damit man sieht, dass das nicht meine persönliche Hitliste ist, sondern Zeitgeist!
13. Juni 2015
Lovely Things: Sinnerlig
Ikea produziert schon länger limitierte Editionen, die meistens von jungen oder weniger bekannten Designern kuratiert werden. Die Kollektion Brakig (schwedisch für rebellisch) zum Beispiel war vom dänischen Büro ArtRebels, die aber für diese Arbeit wenig aufmüpfig "Ferm living" kopiert haben.
Nun ist Ilse Crawford dran, die weder unbekannt noch jung ist. Wie das wieder zustande kam ? Gut, Karl Lagerfeld hat auch für H&M gearbeitet, man muss wahrscheinlich nur fragen und dann bezahlen.
Diese neue Ikea Sonderkollektion wird "SINNERLIG" heißen und mit Stücken aus Seegras, Bambus, Kork, Keramik und Glas im August 2015 erscheinen. Ich wollte alle 30 Produkte vorbestellen, ohne sie gesehen zu haben, weil das Studio Ilse macht immer gute Sachen, und die ersten Fotos von der Stockholm Design Week im Februar überzeugten mich auch.
Aber Ikea reserviert nicht, auch nicht für Business Kunden und auch nicht für Blogger. Schade.
Nun ist Ilse Crawford dran, die weder unbekannt noch jung ist. Wie das wieder zustande kam ? Gut, Karl Lagerfeld hat auch für H&M gearbeitet, man muss wahrscheinlich nur fragen und dann bezahlen.
Diese neue Ikea Sonderkollektion wird "SINNERLIG" heißen und mit Stücken aus Seegras, Bambus, Kork, Keramik und Glas im August 2015 erscheinen. Ich wollte alle 30 Produkte vorbestellen, ohne sie gesehen zu haben, weil das Studio Ilse macht immer gute Sachen, und die ersten Fotos von der Stockholm Design Week im Februar überzeugten mich auch.
Aber Ikea reserviert nicht, auch nicht für Business Kunden und auch nicht für Blogger. Schade.
4. Juni 2015
Restaurant: Finn ich gut
In Finnland gibt es ein Restaurant, das optisch perfekt ist!
Keine Ahnung wie das Essen ist, aber so sollte es um einen herum aussehen, wenn man speist, ausser man isst im Freien oder mit kleinen Kindern. Ich bin jedenfalls seufzend neidisch, dass ich das nicht entwerfen konnte, denn hier sind meine liebsten Elemente vereint, die überall und immer gehen, und die ich ständig predige:
Zementfliesen, Holz, gebrochenes Weiß, schwarze Umrandungen.
Kein Hipsterkram aus Patchwork, Palettenmöbeln, Tafelwänden und old Bakery Flair, sondern ein bisschen Strenge, ein wenig Shaker und etwas Ornament. Wieso glaubt hier kaum einer daran? Designerin Joanna Laajisto vom Creative Studio Helsinki jedenfalls konnte damit überzeugen.
Die Stühle sind von der tschechischen Firma TON, was ich bei Finnen mit ihrer Aalto & Co Tradition überraschend finde.
Keine Ahnung wie das Essen ist, aber so sollte es um einen herum aussehen, wenn man speist, ausser man isst im Freien oder mit kleinen Kindern. Ich bin jedenfalls seufzend neidisch, dass ich das nicht entwerfen konnte, denn hier sind meine liebsten Elemente vereint, die überall und immer gehen, und die ich ständig predige:
Zementfliesen, Holz, gebrochenes Weiß, schwarze Umrandungen.
Kein Hipsterkram aus Patchwork, Palettenmöbeln, Tafelwänden und old Bakery Flair, sondern ein bisschen Strenge, ein wenig Shaker und etwas Ornament. Wieso glaubt hier kaum einer daran? Designerin Joanna Laajisto vom Creative Studio Helsinki jedenfalls konnte damit überzeugen.
Die Stühle sind von der tschechischen Firma TON, was ich bei Finnen mit ihrer Aalto & Co Tradition überraschend finde.
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| Das Lokal heißt "Intro" und ist in Kuopio. |
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| Im Hintergrund Laden im Shakerstil und schwarze Metall-Glas Trennwände. |
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| Der Stoff der Rückenlehne scheint folkloristisch zu sein, kann ich nicht beurteilen. Würde ich aber sachlicher machen. |
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| Herrliches Licht durch herrliche Fenster. |
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| einziger Kritikpunkt: rohe Ziegelwände, das ist echt vorbei. |
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