10. Februar 2020

Herbert Brandl

Ich habe die Herbert Brandl Ausstellung
"Exposed to Painting. Die letzten zwanzig Jahre" im 21er Haus besucht.
Neben den mächtigen, prunkvollen, leuchtenden Bildern haben mir auch die neuen Bronzefiguren und das Interview gefallen, in dem Brandl auf die Frage, warum er so gerne
großformtig malt, antwortet: "da kann ich besser rumsauen". 
Natürlich erläutert er dann, dass seine Malerei weder Sauerei noch zufällige Farbschüttung ist, sondern komponierte Arbeit mit Struktur und Können. Bien-sûr!
Ich frage mich, wie man das nicht sehen kann.
Die außergewöhnlichen Bilder, die romantisch, theatralisch und abstrakt zugleich sind, haben mir immer gefallen. Auch wenn es oft heißt, das sei schon fast Kitsch. Fast ist eben entscheidend.

abstrakt

romantisch

fast kitschig


Auch das kuratorische Konzept, die Bilder mit Zitaten aus Christoph Ransmayr's "die letzte Welt" zu ergänzen, finde ich gelungen. 
Einzig die Farbwiedergabe im Katalog ist nicht ganz optimal, das ist bei diesem Farbleuchten besonders schwierig und, wie so oft, gibt es keine Postkartenedition, was ich immer sehr bedaure. Drei, vier Motive wenigstens, das wär schön.