22. November 2015

Rauchen mit Stil

In den guten alten Zeiten hatten einflußreiche Männer private Raucherzimmer oder noch besser von einem Stardesigner entworfene Rauchersalons, wie Georges Pompidou.
Pierre Paulin durfte 1971 für die Privaträume des Präsidenten im Elysée Palast diesen Traum von intimen Rückzug in orientalischer Neuinterpretation verwirklichen. 
Ich liebe die Lampen und das Gestell des Tischchens. Rauchen wirkt in dieser Lounge gesellig, intelligent, sauber. Très chic.



17. November 2015

Fragen nach Paris

Das genial-einfache Logo von Jean Jullien.
Ich sehe als erstes immer das Kreuz in der Mitte, dann erst den Turm.




Bis Samstag wußte nicht, dass Belgien ein Hort für gewaltbereite Syrienheimkehrer ist. Auch eine Twitterauswertung hat ergeben, dass die meisten zustimmenden Reaktionen für die Anschläge aus Belgien kamen, noch vor Katar!
Da setzt sich bei mir gleich ein ungerecht verallgemeinerndes Vorurteil fest, aber ich will jetzt keinen Familienurlaub in Belgien mehr machen, wie früher (s. hier). Nach Katar wollte ich sowieso nie. 


Peace for Paris.


14. November 2015

Meine All-Time Favorites im Film: Dieser Himmel von Prag

Ausnahmsweise kommt in meine Filmrubrik ein Musikvideo.
"Dieser Himmel" der Berliner Band Prag gehört zu meinen ewigen Lieblingen, weil hier Gefühle und Erinnerungen der Kindheit so berührend-authentisch eingefangen wurden, dass mir jedesmal die Tränen kommen, auch wenn ich es 100mal ansehe.
Genau so waren sie doch die Klassenreisen mit ihren Nachtwanderungen, Discoabenden, Tischtennisrunden, Entzweiungen und Versöhnungen
Ich wünsche mir, dass meine Kinder es auch wieder so erleben. Ach, wenn ich daran denke, muss ich wieder fast weinen.
Die Musik ist auch sehr schön, viel Orchester, aber es sind die Bilder die außergewöhnlich sind. Selten habe ich Kinder ungezwungener vor einer Kamera gesehen. In dieser Art könnten auch Spendenaufrufe für SOS Kinderdörfer und Flüchtlingshilfe erfolgreich sein. Hier der Link.





 ALLE Videos von Prag sind ungewöhnlich und gut, mit Ausnahme von "Sophie Marceau", das ist normalüblichfad, auch der Song ist der schwächste. Zu übertrieben arty und kabarettmäßig, aber das macht nichts, da waren die noch am Anfang. 
Inzwischen ist Nora Tschirner wohl ausgestiegen, daher kenne ich, wie die meisten, die Band eigentlich. Hoffentlich bleibt das Artwork.

7. November 2015

Joseph Cornell inspiriert die Simpsons und mich

Das Kunsthistorische Museum Wien zeigt zum ersten Mal in Österreich die Arbeiten von Joseph Cornell, in Zusammenarbeit mit der Royal Academy London. Die Ausstellung heißt in Wien "Fernweh" und in London "Wanderlust". Warum weiß ich nicht, aber die feinsinnigen und feingliedrigen Collagen und kleinen Wunderkammern im Kästchenformat aus schlichten, alltäglichen Material, das inzwischen gar nicht mehr schlicht und alltäglich ist, strahlen eine nostalgische Poesie aus, die berührt.




Der zurückgezogen immer in New York gelebte Cornell (was für eine Adresse: Utopia Parkway) ist auch 40 Jahre nach seinem Tod hier nur Kennern und Künstlern bekannt, während er in den USA sehr populär ist.
So populär, dass seine Werke im schulischen Kunstunterricht als Vorlage dienen und bei den Simpsons auftauchen.




Auf der Homepage Joseph Cornell Box, kann man einen Bausatz für eine "Cornell Box" erwerben und Werke/Boxen gewöhnlicher Leute ansehen, die ihnen zur Verfügung stehende Dinge, wie Kosmetikverpackungen, Luftballons, Fotos, Pizzakartons etc. verwenden. Allerdings fehlt das Netz an literarischen, kunstgeschichtlichen und historischen Bezügen des Originals. Aber der Einfluss Cornells ist sichtbar. Auch ich habe mich ohne Cornell zu kennen, an kleinen Stillleben aus Fundstücken und Boxen versucht, s.hier.
Die Ausstellung in Wien rät, sich auch die Kunstkammer mit den Augen Cornells anzusehen, und das ist wirklich verblüffend aufregend. Man entdeckt Kunstwerke, z.B. Elfenbeinschnitzereien, mit einem Interesse, das man sonst nicht hätte
Soviel großartige Inspiration an einem Vormittag hat man selten. Nochmal hingehen!

3. November 2015

Right Time

Jetzt ist die richtige Zeit, um zu überlegen, welche Gartenstühle man sich anschaffen könnte, wenn man denn welche braucht. Ich brauche keine, da meine Luxembourger ewig halten, aber diese neuen Modelle gefallen mir auch.

1. "Coco" vom New Yorker Label Oasiq, eine stabilzarte Mischung aus pulverbeschichteten Aluminium und Teakholz :






2. Sehr hübsch, auch von Oasiq, der "Sandur Lounge" Hocker :






3. Der retroangehauchte "George" von Living Divani, den es für innen und aussen gibt. Die Outdoor Variante ist aus gewachsten Korbgeflecht und einer Sitzfläche aus Iroko Holz.  


 




Es gibt auch schöne Bank-Tisch Garnituren aus Holz, wenn man es weniger elegant-graphisch, sondern mehr robust-gediegen mag.
Zum Beispiel von der englischen Manufaktur Another Country :
(kennt noch jemand den Film "Another Country" von 1984 mit Rupert Everett?)  





 oder auch von Thonet in deren "Knotenbauweise":





Möglich wäre auch eine wie immer ausgefuchst raffiniert/schlichte Nils Holger Moormann Lösung :





Oder ganz im Trend, die klassische Biergartengarnitur mit hellem Marmor bestückt. Das ist cool:




Wie gesagt, genau die richtige Zeit für Gartenmöbel, denn bis man sich entschieden und gespart hat, ist der Sommer da!