30. Oktober 2014

Halloween

Es grüßt Simon, the spooky ghost rabbit!



Eine wunderbar eigenartige Marionette, handgefertigt von einer Manufaktur aus Ungarn, die immer den besten Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Schönbrunn haben. Ich kaufe jedes Jahr dort.
Aber richtig bizarr ist dieses Objekt, das ich in der hintersten Ecke eines Traditions-Spielzeuggeschäftes in der Wiener Innenstadt gefunden habe. Es war noch in Schilling ausgepreist und keine der Verkaufsdamen wußte, was es mit diesem "Schaukasten" auf sich hat. Sie waren aber sehr froh, diesen Ladenhüter endlich verkaufen zu können.
Klingt wie der Beginn eines klassischen Horrorfilmes...


Die Pupillen sind beweglich. Ist das Folklore, schlechter Humor oder gar Kunst?





27. Oktober 2014

Objets trouvés de Paris

In Paris habe ich es geschafft mit offenen Augen und Kamera durch die Straßen zu ziehen, das sind meine drei besten Fundstücke:


Es handelt sich um ein Lebensmittelgeschäft, das sicher ständig von deutschen Touristen fotografiert wird.
Also auch von mir.



Das ist sicher kein Firmenschild eines Anwaltes. Comicverlag? Oder einfach französisch vornehm für "Punk"?



Bestechende Idee und perfekt geklebt.

26. Oktober 2014

Essen in Paris

Man will ja essen in Paris. Das wird einem schwer und leicht gemacht. 
Das Angebot ist überwätigend, die Empfehlungen bändefüllend, die Lust riesig, aber die Preise sortieren einen Großteil gleich wieder aus. 
Ich liste hier die Lokale auf, die uns einfach in den Weg gekommen sind, die bezahlbar waren (für Paris) und die uns vom Essen und Ambiente gefallen haben, sprich, die wir alle wieder besuchen würden.

1. "Rachel's": 25, rue du Pont aux Choix, 75003 Paris
Ein amerikanisch-österreichisch-bulgarisches Frauentrio mit dem Ruhm, den besten Cheesecake der Stadt zu backen, hat vor fünf Jahren ein entzückendes Restaurant im nördlichen Marais eröffnet. Wir wußten das nicht, sondern wohnten eine Gasse weiter und haben dort gefrühstückt. 
Die Kuchen sind tatsächlich eine Mischung aus den drei Ländern und sehr zu empfehlen! Die Salate und Sandwiches sind wohl auch sehr toll, das haben wir aber nicht gegessen. Viel englischsprechendes Publikum, da auch die Kellner international sind.


Einfach nur lecker!


2. "Monsieur": 80, Boulevard Richard Lenoir, 75011 Paris
Das haben wir leider erst am Abreisetag entdeckt, denn da war es so nett, lässig und anregend, dass wir sicher öfter hingegangen wären. Junge Truppe, die wirken, als ob sie alles selber machen (Einrichtung, Service, kochen, Programm). Engagiert, unprätentiös, nachbarschaftlich, so war unser Eindruck. Rappelvoll mit unaufgeregten, meist jungen Gästen aus der Umgebung. Ganz toll, mein Lachstartar!





3. "Tokyo eat": 13, Avenue du Président Wilson, 75116 Paris
Da kommt eigentlich jeder hin, der an Kunst interessiert ist, da es das Restaurant im Palais de Tokyo ist. Trotz langer Schlange zu Mittag, haben wir rasch einen Tisch bekommen und wurden auch flott bedient. Schon mal guter Service. Das Lokal ist allein wegen der Location großartig. Mensa-Kantinen Charakter in der hippen Ausführung mit echten Saarinen Stühlen aus den 70er Jahren, Sputnik Lampen und viel Beton. 
Das Essen war auch gut. Paris halt.



Hübsches Detail.

4. "Chez Nenesse": 17, Rue de Saintonge, 75003 Paris
Das hatte leider geschlossen, aber es sieht so einladend aus und die Zeitungsartikel im Fenster waren so hymnisch ("Perle der Bistroküche"), das ich es bedenkenlos empfehle.


Französischer gehts nicht.
So sollte auch mein Pariser Lokal aussehen, wenn ich eines hätte.


Ansonsten sind die Bistros rund um den beliebten Place du Marché-Sainte-Catherine im Marais eine gute Anlaufstelle. Touristen und Einwohner halten sich ganz gut die Waage, und es ist zu jeder Jahreszeit wunderschön dort. Wir haben Muscheln, Schnecken und Burger in guter Qualität bekommen und wie immer ausgezeichneten Cahors Wein und Chablis.


Sommer
Herbst

23. Oktober 2014

Paris avec les enfants

Ich war gerade in Paris ohne Kinder, habe aber gute Orte für sie entdeckt, die ich gerne mitteile.
Entspannt essen mit Kindern jeden Alters kann man auf dem Dach der Cité de la Mode et du Design (Les Docks) am Quai d'Austerlitz. 
Es gibt viel Platz zum herumtoben und man kann nicht in die Seine fallen, der Blick ist toll, das Essen gut, und wenn man Glück hat, ist im Gebäude sogar eine familientaugliche Ausstellung. Als wir da waren, gab's eine Schau über den Animé Zeichner Hayao Miyazaki ("Chihiros Reise"), das wäre auch was für Kinder gewesen.

Das Lokal heißt Nuba: www.nuba-paris.fr

Eher was für Mädchen ist das verwunschene MUSEE DE LA POUPEE, es liegt versteckt in einem hübschen Hof in der Nähe des Centre Pompidou. Daneben ist ein idyllischer Park (Anne Frank Park) mit Spielplatz für Kleinkinder und ein gutes Restaurant, "Le Hangar", in das man dann einkehren kann. 
Wir haben das alles gemacht, und es hat mit ein Highlight für meine Postkartensammlung gebracht. Aber zuerst eine Puppe aus dem Museum, die wie Natalie Portman in blond aussieht, aber wohl Alice im Wonderland sein soll. Echt hübsch.




Mein Schatz dieses Tages ist die Karte von "Vera". Echt gruselig.




Eine Empfehlung für alle Menschen ist das Naturkundemuseum, aber Achtung, nicht das Hauptgebäude, sondern das Nebengebäude für Paläanthologie und vergleichende Anatomie.
So einmalig und weltberühmt die Anordnung der Exponate ist, so heruntergekommen, romantisch-verträumt ist das Gebäude aus dem 19.Jh. Hoffentlich fehlt ihnen noch lange das Geld für eine Renovierung.


Herrliche Ruhe und Besinnung in der oberen Etage, die noch weniger besucht wird als der Hauptsaal mit dem Zug der Evolution.
Leider gibt es die Tafeln nicht als Postkarten, ich würde eine Edition für den Shop daraus machen.
Das bin ich. Es ist dort wirklich so dunkel, verstaubt und klassisch.


Das toprenovierte Hauptgebäude dagegen bietet ein buntes Spektakel aus interaktiven Knöpfen, Lichtspielen und Geräuschkulissen, wie sie in den 1990er Jahren in der Museumspädagogik modern waren und die jede Konzentration, Erbauung, Lehre oder gar Erkenntnis wegballern. 
Man kann alles anfassen, aber nichts begreifen. 
Außerdem habe ich den Verdacht, das die Spielzeugfirma Schleich der Hauptsponsor dieser Show ist. Die berühmte, überraschend kleine "Galerie der Evolution" sieht nämlich aus, wie von Kindern aufgebaute Schleichtiere. 
Kinder amüsieren sich jedenfalls in Scharen dort und günstiger als Disneyland ist es allemal.


Das Herzstück der Ausstellung. Die Tiere sind meisterlich präpariert, wie neu aus dem Laden, obwohl sie sehr alt sind und machen Geräusche, aber keine Bewegung, was vielleicht noch kommt.

Oben das Exponat aus dem Museum und unten die Figur von Schleich.


Stil: Sehnsucht

Dieses Bild weckt meine Sehnsucht nach einem guten, schlichten Leben im Süden mit schlichten, guten Möbeln.
Der Hersteller DCW Éditions stellt die traumhafte Lampenserie "Mantis" von Bernard Schottlander her, dessen fragile Balance an die Arbeit von Serge Mouille erinnert, aber von Alexander Calder inspiriert und wesentlich billiger ist.

Sitzen und lesen und auf's Meer schauen, sonst nichts. Das wärs doch.

21. Oktober 2014

La plus prodigieuse cité de l'univers

Das Platzproblem ist in Paris so groß, dass auch große Häuser und zwar richtig große und wichtige wie "Notre Dame" zum Beispiel, davon betroffen sind.
Ich war während einer Messe dort und da ich nichts verstand, schweiften meine Blicke herum, und ich entdeckte amüsiert eine Seitenkapelle, die einem sehr unbeliebten Heiligen geweiht sein muss, denn sie wird als Rumpelkammerlager verwendet. 
War wohl eine Messie Messe.

Notre Dame von aussen ist natürlich gewaltig imposant.


Innen weniger prächtig!

Zum Glück wollte ich nicht beichten, da hätten die erstmal aufräumen müssen.

8. Oktober 2014

Assoziationen: White Alien-Singing Sperm

Es gibt diese schreckliche Acapella Kapelle namens "Voca People" 
(treten bei "Wetten dass..." und in internationalen Stadthallen auf), die das Konzept anbieten, sie seien Außerirdische vom Planeten "Voca", die uns Erdenbewohnern dankenswerterweise ihre liebsten irdischen Lieder vortragen.
Das stimmt natürlich nicht!
In Wirklichkeit haben sie die berühmte Spermaszene aus Woody Allen's "You always wanted to know about...." im Sinne gehabt, es aber schamhaft verschwiegen.
Aber ich stelle das jetzt klar: 


 
Von wegen "white alien"! A "singing sperm" ist das!

6. Oktober 2014

Wiener Funde

Mit offenen Augen spazieren gehen und Kamera dabei haben, gelingt mir selten. 
Michael dagegen schon. Er hat zwei wunderbare Fundstücke von der linken Wienzeile mitgebracht:




Absicht oder Versehen?

3. Oktober 2014

Bad Romance

Ich komme einfach nicht über Badezimmer hinaus zur Zeit. Schon wieder eine Badezimmerinspiration. Andere Räume lassen mich gerade kalt, vielleicht weil es Herbst ist und die Wanne ruft?
Und meine Vorliebe für kleinteiliges Ornament ist auch nicht zu stoppen. 
Ich bemühe mich wirklich meine Stilgrenzen offen zu halten, und wenn es mir gelingt, gratuliere ich mir selbst zu der Elastizität meines Urteilsvermögens, aber ich gebe dann doch immer dem verspielten, romantischen, französisch-nostalgischen Stil den Vorzug. Jedenfalls im Bad.